Ladebooster
Ein Ladebooster lädt die Aufbaubatterie deines Wohnmobils oder Campers während der Fahrt, mit der richtigen Ladespannung und begrenztem Strom. Bei Fahrzeugen mit intelligenter Lichtmaschine (Euro 6) und bei Lithium-Batterien ist er praktisch Pflicht, weil ein einfaches Trennrelais die Batterie dort nicht mehr voll bekommt.
Hier findest du Ladebooster (B2B-Lader, DC-DC-Wandler) von Victron Energy und Votronic von 20 bis 90 A, dazu fertige Anschlusssets mit passenden Kabeln und Sicherungen.
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Worauf es bei Ladebooster ankommt
Ladebooster für Wohnmobil und Camper: So findest du den passenden
Ein Ladebooster sitzt zwischen Starter- und Aufbaubatterie. Er nimmt die schwankende Spannung der Lichtmaschine und macht daraus eine saubere Ladekennlinie für deine Aufbaubatterie, egal ob AGM, Gel oder LiFePO4. Gleichzeitig begrenzt er den Ladestrom, damit die Lichtmaschine nicht überlastet wird. Wie das genau funktioniert, erklärt unser Ratgeber Ladebooster im Camper: Batterie während der Fahrt laden.
Wann brauchst du einen Ladebooster?
- Dein Fahrzeug hat eine intelligente Lichtmaschine (Euro 6, meist ab Baujahr 2015/2016, oft mit Start-Stopp). Sie senkt die Bordspannung während der Fahrt auf 12,4–12,8 V, das reicht nicht zum Laden.
- Du hast eine Lithium-Aufbaubatterie. Sie braucht eine definierte Ladespannung und einen begrenzten Ladestrom.
- Du willst autark stehen und die Fahrzeit als echte Ladezeit nutzen.
Ob ein Trennrelais oder ein Ladebooster für dein Fahrzeug passt, haben wir ausführlich verglichen.
Wie viel Ampere sollte der Ladebooster haben?
Als Faustregel sollte der Ladestrom mindestens 10 %, besser 20 % der Batteriekapazität betragen:
- 100 Ah Aufbaubatterie: 20 A
- 150 Ah: 20–30 A
- 200 Ah: 30–50 A
- 300 Ah und mehr: 50 A oder mehr, wenn die Lichtmaschine das hergibt
Die Obergrenze setzt die Lichtmaschine. Ein zu großer Booster plus eingeschaltete Fahrzeugverbraucher kann sie überlasten. Im Zweifel nimmst du eine Nummer kleiner. Bei großen Strömen brauchst du außerdem dicke Leitungen: Ein 30-A-Booster braucht je nach Länge 10–16 mm², ein 50-A-Booster eher 16–25 mm².
Victron Orion oder Votronic VCC?
- Victron Orion XS 12/12-50A: kompakt, 50 A, mit Bluetooth und Einstellung per VictronConnect-App. Eine gute Wahl für Lithium-Batterien ab etwa 150 Ah.
- Victron Orion-Tr Smart: 18 bis 30 A, als isolierte und nicht isolierte Variante, ebenfalls mit Bluetooth. Es gibt ihn auch für 12/24 V und 24/12 V.
- Votronic VCC 1212: von 20 bis 90 A, in vielen deutschen Wohnmobilen verbaut und gut mit Votronic-Anzeigen kombinierbar.
Beide Hersteller bieten Ladeprofile für AGM, Gel und LiFePO4. Wichtiger als die Marke ist, dass Strom und Motorlauferkennung zu deinem Fahrzeug passen. Bei Euro-6-Fahrzeugen sollte der Booster über D+ oder ein Zündungssignal gestartet werden statt nur über die Bordspannung, mehr dazu im Ratgeber zum D+ Signal.
Isoliert oder nicht isoliert?
Ein nicht isolierter Ladebooster teilt sich den Minuspol mit dem Fahrzeug. Das ist im Wohnmobil der Normalfall und reicht fast immer. Isolierte (galvanisch getrennte) Geräte brauchst du, wenn Starter- und Aufbaubatterie keine gemeinsame Masse haben sollen, etwa bei manchen Booten oder Sonderaufbauten.
Anschlussset und Einbau
Unsere Anschlusssets enthalten neben dem Ladebooster die passenden Kabel, Kabelschuhe und Sicherungen, damit du nicht einzeln zusammensuchen musst. Kabel in der richtigen Länge kannst du dir auch im Kabelkonfigurator konfektionieren lassen. Wenn du nicht selbst einbauen willst, übernehmen wir das in unserer Werkstatt in Koblenz, siehe Einbauservice.
Häufige Fragen
Brauche ich bei meinem Wohnmobil einen Ladebooster?
Bei Fahrzeugen mit intelligenter Lichtmaschine (Euro 6) ja, wenn die Aufbaubatterie während der Fahrt nennenswert geladen werden soll. Die abgesenkte Bordspannung lädt weder AGM noch Lithium richtig. Bei älteren Fahrzeugen mit konstanter Lichtmaschinenspannung und Bleibatterie kann ein Trennrelais reichen.
Welche Größe brauche ich für eine 200-Ah-Lithiumbatterie?
Zwischen 30 und 50 A. Ein 30-A-Booster lädt in zwei Stunden Fahrt etwa 60 Ah nach, ein 50-A-Booster etwa 100 Ah. Die Obergrenze bestimmt die Lichtmaschine: Plane den Booster so, dass ihr genug Reserve für die Fahrzeugverbraucher bleibt.
Lädt der Ladebooster auch die Starterbatterie?
Nein. Er entnimmt die Energie auf der Starterseite, wo die Lichtmaschine nachliefert, und lädt die Aufbaubatterie. Die Starterbatterie wird von der Lichtmaschine versorgt. Einige Geräte bieten zusätzlich eine kleine Erhaltungsladung für die Starterbatterie.
Kann ich einen Ladebooster selbst einbauen?
Mit etwas Erfahrung ja. Der Einbau dauert meist ein bis zwei Stunden. Wichtig sind ausreichend dicke Kabel, je eine Sicherung nah an beiden Batterien und ein sauberes Motorlaufsignal (D+ oder Zündung). Unsere Anschlusssets enthalten die passenden Kabel und Sicherungen.
Was ist der Unterschied zwischen Ladebooster, B2B-Lader und DC-DC-Wandler?
Es ist dasselbe Gerät unter verschiedenen Namen. B2B steht für „Battery to Battery“. DC-DC-Wandler beschreibt die Technik, die Gleichspannung auf eine andere Gleichspannung umsetzt. Ladebooster und Ladewandler sind die gebräuchlichen Namen im Wohnmobilbereich.





























